Ein schlimmer Tag

06.09.2007
Von: Spanien-Rundfahrt: 6. Etappe

Nachdem die ersten fünf Etappen durch profiliertes bis bergiges Gelände schon ganz schön an den Kräften gezehrt hatten, war es heute erstmals überwiegend flach.

Nach wenigen Kilometern stand die Gruppe. Nur vier Mann. Perfekt. Wir hofften auf eine ruhige Etappe, in der man sich ein bisschen erholen kann. Der Wind wurde jedoch immer stärker und wir bekamen die Information, dass er fast immer von der Seite blasen wird. So war es immer hektisch. Jeder wollte vorne fahren und hatte Angst.

Meinem Magen ging es eher schlimmer als gestern. Ich konnte nicht normal frühstücken und während des Rennens gar nix essen. Mir war ziemlich flau und ich fühlte mich immer kraftloser.

Irgendwann wurde es schneller und es ging auf die Kante. Dreimal wurde ich abgehängt mit den spanischen Windkanten-Füchsen von Andalucia und Relax, konnte aber immer wieder zurückkommen. Am Ende war ich froh, mit dem Feld ins Ziel gekommen zu sein. Hoffentlich beruhigt sich mein Magen wieder, sonst bekomme ich ernsthafte Probleme.

Heute sind wir mit Milram und Quick-Step im Hotel. Unser allseits bekannter Mechaniker Claudio hat Geburtstag und spendierte Champagner für alle.

Auf das Gläschen habe ich lieber verzichtet.

Claudio bekam dafür natürlich ein Ständchen vom ganzen Saal voller Fahrer und dem Personal der drei Teams.

Viele Grüße

Johannes