Massensturz in Santiago

02.09.2007
Von: Spanien-Rundfahrt: 2. Etappe

Ungewöhnlich ruhig verlief erneut die Etappe.

Der erste Angriff von den drei kleinen spanischen Teams war direkt erfolgreich. Das halbe Feld rief: ?Piano, Pisse´, Regulare?? Lampre signalisierte, dass sie den Tag kontrollieren werden und so war das Tempo immer in Ordnung. Das war auch gut so, denn die Strecke führte durch eine nicht ganz einfache Mittelgebirgslandschaft. Auf den letzten drei Kilometern ging es bergauf. Eine gute Ankunft für Davide und Schumi von uns. Geschlossen raste das ganze Feld in den kleinen Anstieg hinein. Ein riesiger Massensturz ereignete sich dann ca. 2 Kilometer vor dem Ziel. Wahrscheinlich waren wir eines der einzigen Teams, das keinen gestürzten Fahrer hatte, auch wenn wir fast alle anhalten mussten. Die komplette Straße war versperrt. Davide fuhr ganze vorne und wurde fünfter. Mit Leuten wie Freire und Zabel waren noch richtig starke Sprinter dabei.

Ziel war ja in Santiago. Nachdem ich im Frühjahr schon das portugiesische Fatima gesehen hatte, war dies meine zweite große Pilgerstätte des Jahres. Wie meistens auf Radrennen habe ich aber gar nichts davon gesehen. Direkt nach dem Ziel gings in den Bus, mit dem wir noch 100 Kilometer zum Hotel fahren mussten.

Ich fühlte mich heute schon viel besser und finde jetzt hoffentlich meinen Tritt für die Rundfahrt. Die nächsten zwei Tage werden nämlich schon was kerniger.

Drückt mir die Daumen, dass es läuft bei mir.

Johannes