Nervöses Rennen in Hamburg

19.08.2007
Von: Vattenfall-Cyclassics

Das große deutsche Eintagesrennen verlief zunächst sehr ruhig.

Am Anfang war es unter anderem meine Aufgabe aufzupassen, dass keine große Gruppe ohne einen von uns wegspringt . Recht schnell ließ das Feld drei Fahrer weg. Dadurch hatten wir erstmal keinen Stress. Irgendwann, als die drei eine Viertelstunde Vorsprung hatten, begann die Verfolgungsarbeit. Von uns stieg Tim mit ein. Bei Kilometer 130 stand die erste von drei Passagen des Wasebergs an. Die eigentliche Steigung ist eigentlich gar kein Problem. Der Positionskampf davor ist jedoch extrem hart und schnell. Dabei hatte ich große Mühe, unsere guten Fahrer zu unterstützen. Das Rennen wurde immer nervöser.
Bei der  letzten Passage gab es ständig Stürze. Kurz vor mir rappelt es gewaltig. Heinrich liegt auch auf der Straße. Alles blockiert. Vor mir fährt Davide Rebellin. Wir müssen beide anhalten, doch Davide sprintet sofort wieder los. Von hinten sehe ich, wie er als letzter Fahrer wieder vorne dran fährt. Leider kann ich ihn dabei nicht mehr unterstützen und für mich ist das Rennen gelaufen. Keine Chance mehr vorzukommen.

Eine Attacke von Fabian am Waseberg bringt ihn leider nicht weit weg und so kommt es zum Sprint aus einer großen Gruppe. Mit Davide als 6. und Paco Wrolich als 9. hat unsere Mannschaft ohne reinen Sprinter sicher das Beste draus gemacht. 

Leider war ich keine große Hilfe dabei, habe aber hauptsächlich weitere Erfahrung sammeln können.

Jetzt sind es nur noch 12 Tage bis zur Vuelta. Bis dahin werde ich noch ein paar schöne Grundlageneinheiten im Schwarzwald trainieren.

Bis bald

Johannes