Paris Correze

10.08.2007
Von: Paris Correze

Das zweitägige Rennen war wirklich anstrengend. Trotz eines nicht so starken Fahrerfeldes herrschte ein ganz anderer Rhythmus bzw. gar kein Rhythmus. Die Strecken führten nur durch verlassene Waldgebiete irgendwo in französischem Niemandsland, in der Nähe von Clermont-Ferrand. Fast alles über sehr raue, geteerte Feldwege. Nie flach. Rauf, runter, links, rechts, Regenschauer und Sonne im Wechsel.

Und ständiges Attackieren. Jeder gegen jeden. Fast wie bei einem Amateurrennen. Am ersten Tag fühlte ich mich überhaupt nicht gut. Mitte des Rennens fuhren dann 25 Mann weg und ich war natürlich nicht dabei. Jeder aus unserem Team hatte an diesem Tag die Chance ein Ergebnis zu fahren. Vorne waren Volker und Oskar. Unser junger Italiener fuhr hervorragend und wurde zweiter.

Der nächste Tag lief erstmal etwas kontrollierter. Eine kleine Gruppe fuhr weg und im Feld kontrollierte die Norwegische Mannschaft Maxbo-Bianchi. Bei mir gings viel besser und in dem schweren Finale konnte ich Oskar gut unterstützen. Wir holten die letzten Ausreißer ein und wehrten die ständigen Attacken ab. Bis zum letzten Kilometer fuhr ich von vorne. Volker verlängerte und zog den Sprint für Oskar an. Leider hatte er auf den ansteigenden letzten 500 Metern nicht die Beine zu gewinnen. Zweiter der Gesamtwertung blieb er aber.

Jetzt bin ich zwei Tage in Lyon, wo am Sonntag die Tour de l?Ain beginnt.

Dort sind die Anstiege teilweise richtig lang und ich hoffe, meine gute Verfassung nutzen zu können. 

Viele Grüße

Johannes