Anstrengende und erfolgreiche Tage in Italien

31.07.2007
Von: Brixia-Tour

Nach den deutschen Meisterschaften habe ich mich erstmal richtig auskuriert und ausgeruht.

In den Wochen danach standen dann überwiegend lange Trainingseinheiten im Grundlagenbereich und durch den Schwarzwald im Programm.

Die Brixia-Tour, in der Nähe von Brescia und Garda-See, war jedoch alles Andere als ein Einrollen nach der langen Rennpause.

Unser Kapitän und Vorjahressieger Davide Rebellin war in exzellenter Verfassung. Dies bedeutete, dass wir gleich vom Start an die Verantwortung im Feld übernahmen. Oskar Gatto und ich begannen als erstes mit der Verfolgungsarbeit der Ausreißergruppe.

Davide gewann die Etappe und holte sich das Führungstrikot.

Bei der Verteidigung des Trikots brauchten wir in den folgenden Tagen alle unsere Energie. Vor allem auf der schwersten Etappe hatten wir Probleme, den nervösen Rennverlauf zu kontrollieren. An der Bergankunft auf 1800 Metern wurde Davide aber schließlich Zweiter und hatte den Gesamtsieg so gut wie sicher. Für den Rest der Mannschaft war dieser Schlussanstieg ein einziger Kampf mit sich selbst. Die ganze Etappe mussten wir alles was geht von vorne fahren und ich war am Fuße des Anstieges bereits vollkommen leer. Mehrmals war ich kurz davor abzusteigen, kam aber doch noch irgendwie und sogar innerhalb der Karenzzeit ins Ziel.

Auch wenn die Rundfahrt nur über fünf Etappen ging, waren wir alle total platt. Die viele Arbeit hat sich aber mit Davides Gesamtsieg ausgezahlt.

Mit meiner Leistung bin ich auch sehr zufrieden. Die Rennpause hat mir offenbar gut getan und ich gehe jetzt sehr motiviert in den zweiten Teil der Saison.

Als nächstes fahre ich das große Eintagesrennen Classica San Sebastian am Samstag. Dort hat Davide sicherlich erneut Siegchancen und ich hoffe, ihn gut unterstützen zu können.

Bis dann

Johannes