Achtbares Zeitfahren zum Schluss

06.05.2007
Von: Tour de Romandie

Ein Gutes hatte die Etappe von gestern. Schlafprobleme hatte ich nicht. Dafür fühlte ich mich doch sehr, sehr müde heute morgen. Das Wetter war wenigstens wieder besser geworden und die Sonne schien in Lausanne am Genfersee. Nach dem Frühstück gingen wir 90 Min trainieren und besichtigten dabei auch den 20km langen Zeitfahrkurs. Danach gings mir wesentlich besser und beim Warmfahren nachmittags bemerkte ich schon eine zufriedenstellende Frische in den Beinen. Also wollte ich im Zeitfahren noch mal alles geben und schauen, wozu es reicht. Wozu auch schonen am letzten Tag!?

Der Kurs war genau nach meinem Geschmack. Die ersten Kilometer startete ich, so schnell ich nur konnte. Danach folgten eine lange Abfahrt und einige flache Kilometer, auf denen ich zurücknahm und mich wieder schonte. Das war wohl die optimale Einteilung der Kräfte für mich. Denn auf den letzten 5 Kilometern ging es fast nur bergan. Zwei kurze Stellen waren besonders steil und führten über Kopfsteinpflaster durch die Fußgängerzone. Deswegen hatte ich die kleinste Übersetzung von 39/25 bei den Mechanikern bestellt. Mit flüssigem Tritt konnte ich dort hoch fahren, überholte zwei Fahrer und hatte im Ziel schon mal die zweitbeste Zeit.

Am Ende wurde ich aber immerhin 36. Bestimmt sind nicht alle Fahrer mehr so motiviert wie ich an die Sache rangegangen, aber viele konnten vielleicht auch nicht viel besser nach der schweren Etappe am Vortag. Das beweist mir doch, dass ich eine gewisse Substanz habe.

Das ganze Team war auch sehr zufrieden mit meinen Helferdiensten.

Mein Einstand in die größeren Rundfahrten war also absolut in Ordnung. Wenn ich gesund bleibe, kann ich in Katalonien und bei der Tour de Suisse hoffentlich auf diesen Leistungen aufbauen.

Jetzt freue ich mich erstmal auf ein paar Tage Erholung.

Viele Grüße

Johannes