?Tin-Tin? Rebellin siegt mit beeindruckender Überlegenheit

26.04.2007
Von: Fleche Wallonne

Der Fleche Wallonne war ein sehr schönes Rennen für uns und eine super Erfahrung für mich: Mein erster Start bei einem Rennen der ProTour Serie und ich bin direkt bei einem großen Sieg von unserem Kapitän Davide Rebellin dabei.

Das Feld war superstark besetzt mit allen großen Klassiker-Fahrern für das Terrain in den Ardennen. Unser Team stand nach dem Doppelsieg beim Amstel Gold Race natürlich ziemlich in der Verantwortung, das Rennen mitzugestalten, der wir uns zunächst auch nicht entzogen.

Zu Beginn hatten wir die Aufgabe, das Rennen zu kontrollieren. Es durfte keine zu große Fluchtgruppe wegfahren ohne einen von uns und bei kleineren Gruppen sollten möglichst nur kleinere Teams vertreten sein. Dies gelang uns sehr gut. Bei dem vielen Mitspringen und Hinterher - Attackieren bei einem Tempo zwischen 50 und 60 verbrauchte ich in der ersten Rennstunde bereits ganz schön Körner.

Gemeinsam mit Caisse Espargne übernahm erst Hieke die Nachführarbeit einer kleinen Ausreißergruppe. Als bei ihm die Kräfte nachließen, stieg ich in die Tempoarbeit des Hauptfeldes ein. Bei dem ständigen Auf und Ab war dies doch sehr anstrengend. Als dann die ersten ernsthafteren Tempoverschärfungen kamen, fiel ich zurück. Meine Aufgaben waren damit beendet. Die Form ist nicht schlecht, aber ich hatte, glaub ich, nicht meinen besten Tag und hätte natürlich lieber noch länger gearbeitet.

Im Finale war dann auch nur noch Fabian bei Davide und sie sahen schon fast geschlagen aus. Als dann aber doch alle zusammen in den Schlussanstieg, die furchtbare schwere Muur de Huy, einbogen, war Davide mit Abstand der Stärkste und gewann souverän.

Ich stieg aus, was bei einem Eintagesrennen nach getaner Arbeit ja nicht tragisch ist. Meine nächsten Aufgaben bei der Tour de Romandie und Vuelta Catalunya werden wieder sehr schwer, aber ich bin zuversichtlich, die Sache zu meistern.

Bis dann

Johannes