Dicker Kopf

12.04.2007
Von: Circuit de la Sarthe

Das Ergebnis vom Einzelzeitfahren war wie befürchtet nicht so sonderlich gut, aber auch nicht furchtbar schlecht.

Dummerweise hatte ich danach eine ganz schlechte Nacht. Ich konnte kaum schlafen und bekam Hals- und Kopfschmerzen. So ging ich also etwas angeknockt in die vierte Etappe und fühlte mich zu Beginn ziemlich schlecht.
Zum Glück kam wenigstens die Sonne raus, nachdem es morgens ordentlich geregnet hatte.

Im Finale kam ich dann doch noch einigermaßen in Schwung. Die Strecke gefiel mir ziemlich gut und ich wäre dort gerne besser gefahren. Die letzten 30 Kilometer führten nur über asphaltierte, schmale Forstwege in einem großen Waldgebiet. Dort ging es über drei Bergwertungen, die es für diese Region hier doch ganz schön in sich hatten. Die komplette Astana-Mannschaft musste der Gesamtführende Klöden schon so früh einsetzen, dass er im Finale isoliert war. Es konnten sich sechs Fahrer absetzen und keiner fuhr ihnen mehr richtig hinterher. Nachdem Hieke und ich bereits schon einmal gemeinsam abgehängt worden waren, konnten wir noch mal zurückkommen in das noch ca. 30-40 Fahrer große Hauptfeld. Dort fuhren wir dann kurz von vorne, da keiner mehr Führungsarbeit leistete und wir auf ein gutes Resultat von Markus Zberg hofften. Die letzten zwei Kilometer gingen steil bergauf und ich musste direkt wieder mit Hieke reißen lassen. Die sechs Fahrer schafften es bis ins Ziel, aber Klödi konnte mit einem starken Finale noch geradeso sein Führungstrikot verteidigen.

Morgen gibt es wieder ein schweres Finale, in dem es ein paar Mal einen kurzen, giftigen Anstieg zu bewältigen gilt.

Wenn ich gut schlafe und meine Kopfschmerzen wieder zurückgehen, hoffe ich, dass ich die Rundfahrt gut beenden kann.

Mal schauen

Johannes