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Volta Ciclista a Catalunya 2016

20.03.2016

Die Radsportsaison 2016 ist in vollem Gange. Mit einem neuen Zweijahres-Vertrag bin ich dieses Jahr hoch motiviert und gut durch die Saisonvorbereitung gekommen.

Ein furchtbarer Verkehrsunfall hatte sich im Januar in einem unserer Trainingslager bei Calpe an der spanischen Costa Blanca ereignet. Eine Autofahrerin war auf der falschen Straßenseite unterwegs und ist frontal in eine Trainingsgruppe hinein gefahren. 6 meiner Teamkollegen sind schwer gestürzt. In Anbetracht des heftigen Aufpralls kann man durchaus von Glück im Unglück sprechen. Alle Fahrer kamen mit heilbaren Verletzungen davon. Mittlerweile sind einige sogar schon wieder im Rennbetrieb zurück und alle werden sich vollständig erholen. Der Schock saß tief und bei vielen der ersten Rennen, konnten wir nicht mit voller Anzahl von Fahrern starten. Wir mussten sogar ein paar Rennen komplett aus unserem Kalender streichen. Die vielen Verletzten machen sich natürlich auch bei unseren Ergebnissen bemerkbar. Vielleicht dreht sich das Ganze und kommt uns im zweiten Teil des Jahres aber sogar noch zu Gute.

Für mich ging die Saison im mittleren Osten los. Zum ersten Mal seit 2007 bin ich nochmals bei der Tour of Katar gestartet, sowie anschließend bei der Tour of Oman. Dort war ich mit meinem ersten Rennen zufrieden. Ein heftiger Sturz auf der Schlussetappe in Oman beendet leider den Trip in die Wüste. In meiner Karriere habe ich zuvor wohl noch nie solch großflächige Hautabschürfungen erlitten. Um mich vollständig zu erholen, musste ich meinen geplanten Start bei den beiden französischen Rennen Sud Ardeche und Tour de la Drome absagen. Mit einem anschließendem Trainingslager in Süd-Afrika konnte ich aber dem europäischem Winter entfliehen und im afrikanischem Herbst bestens trainieren.

In den nächsten Wochen ist ein Programm mit ausschließlich Rennen in der höchsten Kategorie der World Tour für mich geplant. In den kommenden 6 Wochen sollten dabei 21 Renntage zusammen kommen. Los geht es mit der Katalonien-Rundfahrt. Dort war ich in den letzten Jahren mehrfach dabei und werde ein mir wohl bekanntes Terrain vorfinden.

Bis bald

Johannes