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Volta a Catalunya

30.03.2015

Im Gegensatz zu den meisten anderen Rundfahrten spart sich die Katalonien-Rundfahrt einen Prolog oder Einzelzeitfahren.

Dadurch kamen in den sieben Tagen über 1200km, ca. 15000 Höhenmeter und 32 Rennstunden zusammen. Soviel zu den Zahlen. Dazu starten dort die meisten der großen Rundfahrtspezialisten mit entsprechend gut aufgestellten Mannschaften um sie herum. Diese unterschätzten alle die drei Fahrer, die gleich auf der ersten Etappe mit einem komfortablen Vorsprung ins Ziel kamen. Um Ihnen diese Zeit wieder abzunehmen, wurde an den folgenden Tagen jede Möglichkeit genutzt, das Rennen schwer zu machen. Mehrfach ungewöhnlich frühe Attacken an den Anstiegen und ein Windkanten-Finale verhinderten die erhofften Sprintankünfte.

Luka Mezgec kam nie in die Situation, um den Sieg zu sprinten und seine Vorjahreserfolge zu wiederholen. Auch mein Zimmerkollege Warren Barguil fehlten nach einem Sturz bei Paris-Nizza ein paar Prozent, um erneut in die TopTen der Gesamtwertung zu fahren. Die Rundfahrt beendeten wir lediglich mit 4 der 8 gestarteten Fahrer. Wir hatten aber nahezu alle unsere Gründe, warum wir nicht in der besten Verfassung ins Rennen gegangen sind. Diese haben sich leider auch bestätigt. Dennoch haben die Zusammenarbeit und die Stimmung unter uns wie so oft hervorragend funktioniert. Die harten Rennkilometer sollten und müssen sich jetzt auf meine ansteigende Formkurve auswirken. Nach einer Woche zu Hause fliege ich wieder zurück nach Spanien zur Baskenland - Rundfahrt. Traditionell sind die Profile und das Level im Peleton dort noch einmal eine Nummer anspruchsvoller als in Katalonien.

Adios

Johannes