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Arctic Race of Norway

18.08.2014

Von der Polen-Rundfahrt bin ich mehr oder weniger gleich weiter zum Arctic Race of Norway gereist. Alle Mannschaften sind gemeinsam mit einem Charter-Flug von Brüssel in die nördlichste Stadt Europas nach Hammerfest geflogen.

Dabei merkt man gleich, wie groß die Unterschiede innerhalb Europas sind. Allein die An- und Abreise nahm einiges an Zeit in Anspruch. Und im Sommermonat August stiegen die Temperaturen kaum über 10 Grad Celsius. Die erst zum zweiten Mal ausgetragene Rundfahrt bestand aus vier Etappen und war in allen Punkten hervorragend organisiert. Keine Überraschung, da die ASO dafür verantwortlich ist, die u.a. auch die Tour de France veranstaltet. Atemberaubende Landschaften bildeten den Hintergrund für spektakuläre Radrennen. Gleich am ersten Tag fuhren wir von Hammerfest an das Nordkapp. Wenige Meter vor dem nördlichsten Punkt Europas befand sich die Ziellinie und wir kamen uns wirklich vor wie am Ende der Welt. Auf der zweiten Etappe kam es zum einzigen Massensprint und unser Kapitän Marcel Kittel landete dabei leider nur auf den 4. Platz. Bei den beiden wieder deutlich anspruchsvolleren Ankünften am dritten und vierten Tag konnte ich selbst lange vorne mitmischen. Eine vordere Platzierung gelang jedoch weder mir noch einem meiner Teamkollegen.

Vom Rennen abgesehen waren es durchaus eindrucksvolle Tage. Bereits in fünf Tagen beginnt die Vuelta a España in Jerez de la Frontera. Zwei Tage später wird die Strecke an Gibraltar vorbei führen, dem südlichsten Punkt Europas. Dabei kann man wohl durchaus auch von einer Klimaumstellung sprechen, auf die mein Körper sich einstellen muss. Ein paar Tage werde ich dafür Zeit haben. Zu den dreiwöchigen Rundfahrten reisen wir immer etwas früher an.

Bis dann hasta pronto

Johannes