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Comme ci comme ca

11.06.2014

Mit gemischten Gefühlen ziehe ich eine Zwischenbilanz nach über der Hälfte der Dauphine. Meinen Start bereue ich überhaupt nicht und kam doch auch etwas besser zurecht als erwartet.

Angereist bin ich schon mit einigen Zweifeln. Als Mannschaft waren wir uns darüber im Klaren, dass es schwer werden wird, viele Ergebnisse einzufahren. Umso mehr haben wir uns über einen nicht unbedingt zu erwartenden Sieg gefreut. Den wohlmöglich einzigen Massensprint gewann mein deutscher Zimmerkollege Niklas Arndt. In der Sprintvorbereitung funktionierte die Mannschaft bis auf den letzten Kilometer hervorragend.

Auf der fünften Etappe musste ich jetzt allerdings einen ordentlichen Rückschlag hinnehmen. Kurz nach dem Start kam es zu einem großen Massensturz, in den locker 30 Fahrer verwickelt waren- und ich mittendrin. In meiner Karriere bin ich eigentlich noch nie auf die Rippen gestürzt und jetzt innerhalb weniger Wochen gleich zweimal auf die gleiche Seite. Das war natürlich alles andere als förderlich für die ohnehin bereits geprellten Stellen. Zudem habe ich mir eine kleine Schnittwunde am Unterarm zugezogen. Diese wurde provisorisch während des Rennen verarztet und danach im Hotel genäht. Wie ich mich damit nach einer Nacht und auf den letzten 3 Etappen fühlen werde, werden wir sehen.

Viele Grüße aus den französischen Alpen

Johannes