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Italienisches Wochenende

09.03.2014

Obwohl die beiden Rennen Strade Bianche und Roma Maxima keine lange Historie haben, sind sie sehr prestigeträchtig und gehören zu den spektakulärsten Wettkämpfen des Radsport-Kalenders.

Strade Bianche führt über rund 50km toskanische Schotterpiste, verteilt auf 10 unterschiedlich lange Abschnitte. Auf diesen geht es teilweise sehr steil bergauf und auch bergab. Die Kulisse am Tag darauf ist einmalig. Start und Ziel ist mitten in Rom vor dem Colosseum. Wir zeigten an beiden Tagen eine eindrucksvolle Leistung, die leider nur nicht von absoluten Topresultaten gekrönt wurde.

Ganze 4 Teamkollegen waren bei der vorentscheidende Selektion auf den Strade Bianche dabei. Eine erlesenen Gruppe von 20 Fahrern blieb nach dem anspruchsvollsten Schottersektor Nummer 7 übrig. Bis dorthin fuhr ich ein gutes Rennen und unterstützte meine Kollegen im ständigen Positionskampf.

Wir waren in keinerlei Stürze verwickelt und immer auf der Höhe des Geschehens. Warren Barguil und Simon Geschke fuhren auf Platz 8 und 10. Am nächsten Tag war es erneut unser Ziel, so viele Fahrer wie möglich ins Finale zu bringen. In einem denkbar schlechten Moment vor dem schwersten Anstieg des Rennens musste ich ein defektes Hinterrad wechseln. In dem Moment, als das Feld auseinanderfiel, war es für mich unmöglich, den Anschluss an die 50 Fahrer große Gruppe wiederherzustellen, die sich auf dem Rückweg nach Rom bildete. Simon Geschke sprintete auf den 9. Platz.

Wie am Vortag rollte ich die letzten Kilometer bis ins Ziel in einer großen Gruppe aus. Die Hälfte unserer Mannschaft bleibt in Italien für Tirreno-Adriatico. Die andere Hälfte, zu der ich gehöre, reist wieder nach Hause, um sich auf die Katalonien-Rundfahrt vorzubereiten.

Ciao y hasta pronto

Johannes