Up and down

01.09.2013

So wie das Profil der meisten Etappen in Spanien aussieht, erging es auch unserem Team in den letzten Tagen. Bei zwei Chancen für die Sprinter verfehlten wir eine Top-Platzierung.

Dafür fuhr Warren Barguil jeden Tag konstant stark ganz vorne mit in der Weltspitze. Und das mit 21 Jahren in seiner ersten Saison als Profi! Heute gab es einen herben Rückschlag. In einer chaotischen Neutralisation durch die andalusische Stadt Jaen kam es zu mehreren Stürzen. Drei Fahrer mussten gleich ins Krankenhaus und auch von uns kamen drei Fahrer zu Fall. Am schlimmsten erwischte es Warren. Er versuchte, die Moral zu behalten, aber bereits am vorletzen Anstieg brach er körperlich und moralisch zusammen. Ich blieb deshalb die ganze Zeit bei ihm. Letztendlich sind wir alle froh, dass er es überhaupt ins Ziel zu einer schweren Bergankunft in der Sierra Nevada geschafft hat. Wenn man den momentan Führenden der Gesamtwertung Chris Horner sieht, hat Warren noch 20 Jahre Zeit, um die Vuelta zu gewinnen.

Diese Vuelta werden wir hoffentlich zu neunt fortsetzen können. Nach einem Flug-Transfer von Granada nach Zaragoza folgt der erste Ruhetag und ein Einzelzeitfahren. Zeit um sich zu erholen und die Wunden zu pflegen.

Nachdem ich mich bisher hauptsächlich im Positionskampf bei den Sprints und vor den Anstiegen für meine Teamkollegen eingesetzt habe, kann und will ich im weiteren Verlauf des Rennens auch meine eigenen Chancen suchen.

Hasta pronto

Johannes