Hola

25.08.2013

Die 5 Wochen Pause zwischen der Tour de France und der Vuelta a Espana sind wie im Flug vergangen.

Und schon stand ich am Start meiner 5. Spanien-Rundfahrt. Ebenso wie meine erste Vuelta 2007 geht es gleich mit mehreren Etappen in der Provinz Galizien los. 2007 war damals beim Team Gerolsteiner ebenfalls Tom Stamsnijder im Aufgebot. Jetzt fahren wir erneut in der gleichen Mannschaft und teilen uns auch das Zimmer. Tom hat sich als "Friseur" an mir versucht, wobei letztendlich eigentlich keine Frisur mehr übrig geblieben ist. Aber die Haare haben ja drei Wochen Zeit zum Nachwachsen.

Wir sind mit einer interessanten Mannschaft am Start und können ohne Druck unbeschwert auffahren. 5 junge Fahrer starten bei ihrer ersten dreiwöchigen Rundfahrt. Zu den vier anderen, erfahreneren Fahrer gehöre ich. Das Team hat mir dabei die Rolle des Kapitäns für die drei Wochen anvertraut. Das ist für mich keine neue Situation und ich freue mich auf den weiteren Verlauf der Vuelta.

3 Tage haben wir bereits hinter uns. Zum Auftakt gab es ein Mannschaftszeitfahren. Auf Grund von zu großen Leistungsunterschieden waren wir sehr früh nur noch mit 5 Fahrern unterwegs und platzierten uns sehr weit hinten als Vorletzte.

An den beiden darauffolgenden Tagen lief es deutlich zufriedenstellender. Die Rennen hier in Galizien sind sehr hektisch verlaufen. Mit vielen Richtungswechseln und starkem Wind an den Küstenabschnitten gab es auf der dritten Etappe sehr chaotische Verhältnisse und auch einige Stürze. Wir waren an den entscheidenden Stellen immer bestens positioniert und konnten uns aus allen Problemen heraushalten. Warren Barguil, die große Rundfahrt-Hoffnung unserer Mannschaft, konnte bereits zweimal andeuten, was von ihm in dieser Vuelta und in Zukunft noch zu erwarten sein könnte.

Das Ziel lag schon zweimal am Ende eines Anstieges und es werden uns nicht weniger als 9 weitere Bergankünfte erwarten. Nachdem die Sprinter zum Zug gekommen sind und das Gesamtklassement weiter Formen annimmt, wird es sicher einige Chancen für Ausreißer geben. Dann möchte ich meine eigenen Chancen suchen. Die Tour de France habe ich gut weggesteckt. Abgesehen von einer leichten Erkältung geht es mir gut.

Hasta pronto

Johannes