Wenn's läuft, dann läuft's

10.07.2013

Mit dem dritten Etappensieg hat Marcel Kittel deutlich gemacht, dass er einfach der schnellste Sprinter hier bei der Tour ist. Zum Glück wurde unser Sprintzug von einem großen Sturz im Finale verschont und Marcel konnte eine erneut tolle Teamleistung vollenden.

Der Kampf gegen die Ausreißer war heute wesentlich härter. Zwar waren es nur 5 Fahrer vorne. Aber sie fuhren von Anfang an Vollgas und ließen nicht locker. Somit konnte ich heute die Tempoarbeit nicht alleine für unsere Mannschaft erledigen. Die Allianz zwischen den drei Hauptsprint-Mannschaften Lotto, Omega-Pharma und uns funktionierte auch wieder wunderbar. Einen Großteil der Etappe mussten wir mit 2 Fahrern pro Mannschaft vorne fahren.

Aus meiner Sicht bedeutet eine solche scheinbar einfache Flachetappe, dass ich genauso soviele Watt im Durchschnitt treten musste wie auf der bisher härtesten Etappe der Tour am vergangenen Sonntag durch die Pyrenäen.

Leichter Seitenwind und die rauen französischen Straßen machten die Etappe allerdings für alle Fahrer im Feld nicht gerade leicht.

Vielleicht gibt das Ausreißern für die nächsten beiden Tage noch mehr Motivation und es wird nicht leichter werden, den nächsten Massensprint hinzubekommen.

Erneut möchte ich diesen Gedanken aber erstmal wieder beiseite schieben. In einer Grand Tour schaut man Tag für Tag. Der heutige war grandios. Dummerweise gibt es wieder einen Grund zum Anstoßen beim Abendessen.

Santé und salut

Johannes