Gruezi

15.06.2013

Auch der Beginn der Tour de Suisse wurde immer noch von dem langen harten Winter beeinflusst. Der höchste Pass der Schweiz war auf der ersten Etappe eingeplant. Die Schneemassen auf dem Nufenen-Pass und das angesagte schlechte Wetter machten eine Überfahrt jedoch unmöglich.

Stattdessen fuhren wir per Zug von einer Auto-Verlade-Station durch den Tunnel des Furka-Passes und starteten im strömenden Regen auf der anderen Seite des Nufenen.

Das Wetter wurde in den folgenden Tagen immer besser und jeden Tag wärmer. Der Sommer hat nun endlich auch die Radsport-Saison erreicht.

Das Profil der Etappen war anspruchsvoll, aber nicht extrem schwer und ohne den Nufenen-Pass ging es eigentlich nur auf der 7. Etappe durch das Hochgebirge, und zwar vom Zürichsee über Davos und den Albula-Pass nach la Punt ins Engadin.

Mit dem Debüt des Team Argos-Shimano bei der Tour de Suisse sind wir nur mäßig zufrieden. Die Rundfahrt durch die Schweiz ist jedes Jahr unheimlich gut besetzt und das Niveau im Feld kurz vor der Tour de France dementsprechend hoch. Dafür waren wir mannschaftlich geschlossen auf einem hohen Level und aktiv im Rennen dabei. Es fehlte lediglich einfach das angestrebte Top-Ergebnis, um dies auch entsprechend zu entlohnen. Am Ende war ein 4.Platz von John Degenkolb die beste Platzierung.

Auf der verkürzten 1.Etappe zur Bergankunft nach Crans Montana fuhr ich in einer vierköpfigen Ausreißergruppe. Und auch auf "Königsetappe" am 7. Tag zeigte ich mich aktiv. Gemeinsam mit meinem Teamkollegen Georg Preidler schafften wir den Sprung in eine 14 Fahrer starke Spitzengruppe.

Beide Male hielt sich der maximale Vorsprung jedoch in Grenzen und es bestanden nie realistische Chancen auf eine erfolgreiche Flucht.

Meine Form passt und jetzt hoffe ich auch stark darauf, bei der Nominierung unseres Teams zur Tour de France berücksichtigt zu werden.

Viele Grüße

Johannes