Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn

30.04.2013

In der vorläufigen Saisonplanung war mein Start beim deutschen Traditionsrennen gar nicht vorgesehen.

Gerne war ich jedoch bereit, dies zu ändern. Viele Zuschauer am Start in Eschborn und am Ziel an der alten Oper in der Frankfurter Innenstadt sorgten für eine tolle Atmosphäre. Am viermal zu befahrenen Anstieg Mammolshainer-Berg herrschte richtige Klassiker-Stimmung. Es ist schön zu sehen, dass der Radsport in Deutschland nach wie vor die Leute an die Strecke zieht und begeistern kann. Ordentliches Wetter spielte gestern ebenfalls mit und das Rennen hätte spannender verlaufen können.

Unsere Team-Taktik war ganz auf John Degenkolb ausgerichtet, der sein "Heimrennen" vor zwei Jahren gewann. Wir sind mannschaftlich sehr gut gefahren. Nach der letzten Passage des Mammolshainer-Bergs blieb ungefähr 1/3 des Hauptfeldes übrig und 3 Fahrer hatten sich absetzen können. Wir waren noch zu viert und versuchten, die Verfolgung zu organisieren. Alle Teams schoben die Verantwortung hin und her und wir hätten vielleicht früher und konsequenter die Hauptarbeit übernehmen können. So schafften es Spilak und Moser mit einem hauchdünnen Vorsprung ins Ziel. John wurde im Sprint von Andre Greipel geschlagen und verpasste als 4. das Podest.

Für mich ist damit nun das harte Frühjahr endgültig beendet. Anstatt des dreiwöchigen Giro d'Italia steht eine dreiwöchige Rennpause bis zur Bayern-Rundfahrt bevor. Ich werde mir eine weitestgehend trainingsfreie Woche Urlaub gönnen und danach die Form für den nächsten Teil der Saison wieder aufbauen.

Bis dahin einen schönen Mai

Johannes