Clasica Almeria

02.03.2012

Die Clasica Almeria entwickelte sich zu einem schwereren Rennen als erwartet. Topografisch ist die Strecke nicht besonders anspruchsvoll. Der Wind spielte jedoch eine entscheidende Rolle. Da wir mit Marcel Kittel am Start standen, wollten wir möglichst versuchen, einen Massensprint herbeizuführen.

Lange Zeit hatten wir mit den beiden anderen niederländischen Mannschaften im Feld Rabobank und Vacansoleil das gleiche Interesse und alles unter Kontrolle.

In der Verpflegungszone überraschte das Team Astana uns jedoch mit einer Attacke und ging auf die Windkante. Solche Attacken innerhalb der Verpflegung sind nicht die ganz feine Art.

Marcel Kittel hatte keinen guten Tag und konnte dem Tempo von Astana nicht folgen. Unsere Option B war Roger Kluge. Dummerweise befanden er und ich uns im Moment der Attacke am Ende des Feldes und waren ebenfalls direkt abgehängt. Nach einer langen Verfolgungsjagd kamen wir 30km vor dem Ziel zurück in das ca. 50 Fahrer große Hauptfeld. Dabei zeigten wir gutes Teamwork. Unsere Teamkollegen Tobias Ludvigsson, Matthieu Sprick und Tom Dumoulin ließen sich aus der ersten Gruppe zurückfallen, um Roger wieder nach vorne zu bringen. Der lange Kampf gegen das Team Astana hat sich jedoch ausgezahlt. Roger sprintete im Ziel auf Platz 3.

Nach der Vuelta a Andalucia habe ich also nun ein zweites schweres Rennen in den Beinen und bin bereit für das weitere Frühjahr. Mein geplantes Rennprogramm hat sich jedoch geändert. Ich werde etwas weniger Renntage fahren. Anstatt Paris-Nizza geht es für mich wieder nach Spanien zur Murcia-Rundfahrt. Zwei Wochen später steht der erste Klassiker an. Wir haben eine Einladung für die "Classicissima" Milano-SanRemo bekommen. Direkt danach folgt das nächste World-Tour Rennen. Für die Vuelta a Catalunya haben wir ebenfalls eine Wildcard. Diese Rundfahrt soll für mich der wichtigste Baustein sein, um meine Bestform im April zu erreichen.

Hasta pronto

Johannes