?Still alive? in Sacramento

20.02.2008
Von: Tour of California: 1. und 2. Etappe

In vielen Teams klagen einige Fahrer über Magen-Darm-Beschwerden. Ein Virus geht um.
Bei uns hat es, neben einem Masseur und unserem Arzt, Fabian und mich erwischt.

Die erste Etappe überstand ich mit leichten Magenkrämpfen noch ganz gut. Aber kurz danach richtete es mich komplett hin. Die ganze Nacht bin ich schlaflos zwischen Toilette und Bett hin und her gewandert. Echter Horror. Am Morgen war ich vollkommen dehydriert, saft- und kraftlos. Ans Frühstücken war nicht zu denken. Fabian und ich sind gemeinsam auf dem Zimmer und glaubten schon nicht mehr an einen möglichen Start. Ein 1,5 Liter großer, eiskalter Frucht- und Eiweißcocktail von Jamba Juice gab uns neue Hoffnung. Ein echter Geheimtipp. Der Körper nahm es auf. Unsere Teamkollegen waren schon längst mit dem Camper zum Start vorgefahren. Wir wurden mit dem Auto hinterhergefahren und standen kurz Zeit später, dick eingepackt, am Start. Zu allem Überfluss war es am regnen und die Temperaturen auf 10°C abgekühlt.

Gleich zu Beginn der Etappe gabs einen Berg der zweiten Kategorie. Vielleicht lag es daran, dass mehrere Fahrer mit ähnlichen Problemen wie wir zu kämpfen hatten. Auch die ungebrochene Autorität Cipollinis half. Es wurde piano gefahren. Dennoch musste ich am Berg reißen lassen, schaffte es aber, in der Autokolonne zu bleiben. In der Abfahrt kam ich zurück.

Die ganze Etappe verlief relativ ruhig und war hinten raus völlig flach. Keine Ahnung wie, aber irgendwie haben wir es also ins Ziel geschafft.

Paco (Wrolich) und vor allem Heino (Haussler) sind super drauf. So hat es Heino jetzt bei beiden Etappen aufs Podium geschafft.

Jetzt bin ich zwar total platt, kann aber wieder feste Nahrung zu mir nehmen. Die morgige Etappe ist sehr bergig und der Regen soll uns auch wieder begleiten.

Ich versuche durchzuhalten.

Johannes