Tom Zweiter

14.09.2007
Von: Spanien-Rundfahrt: 13. Etappe

Dem Tag heute ist eine schlechte Nacht vorausgegangen. Auf der einen Seite unseres Hotels ist eine Autobahn und auf der anderen Seite Bahngleise. Jetzt sind wir auch noch eine zweite Nacht hier?

Dennoch habe ich es am Anfang probiert. Über eine Welle bin ich  drüber attackiert und oben war ich mit De la Fuente von Saunier Duval weg. Für einen Moment dachte ich, sie lassen uns fahren. Dann geht es aber hinten doch weiter und wir werden wieder eingeholt. Die nächste Attacke ist erfolgreich. Tom von uns ist dabei. Auch gut. Menchov, der Gesamtführende, hält zum Wasser lassen an. Das ist das Zeichen dafür, dass das Feld die Gruppe fahren lässt.

Kurz danach setzt starker Regen ein. Es geht auf schmale, schlechte Straßen über welliges Gelände. Die Straßen sind spiegelglatt. Obwohl das Feld absolut piano fährt, gibt es dauert Stürze. Von uns erwischt es Olli und Markus gleich zweimal. An einer Bergwertung kommen uns kleine Stürzbäche entgegen und man sieht kurz mal gar nicht mehr, wo die Straße ist. Da war es fast unmöglich, die Verfolgung zu starten. Die drei fahren immer weiter weg. Nach hundert Kilometern sind wir wieder auf besseren Straßen  und der Regen hört auf.
Die Mannschaften der Sprinter haben schnell eingesehen, dass man die Ausreißer nicht mehr zurückholen kann und wir rollen locker dem Ziel entgegen. Plötzlich kommt Caisse Espargne auf die tolle Idee, noch mal zu attackieren und das bei Seitenwind. Keiner rechnete mehr damit. Außer Olli sind wir alle hinten gefahren und an der Kante weggeflogen. Zum Glück hat wenigstens er aufgepasst.

Tom ist eine super Etappe gefahren und  zweiter geworden. Er war natürlich enttäuscht, aber gegen Klier zu verlieren, ist sicher keine Schande.

Das war ein richtig blöder Tag, für uns hat er sich aber durch Toms Resultat allemal gelohnt.

Ich hoffe auf eine bessere Nacht und besseres Wetter morgen.

Johannes