Johannes Froehlinger
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Sportlicher Verlauf

Sport war schon immer meine Lieblingsbeschäftigung. Als Kind und Jugendlicher versuchte ich mich an allem, was mit Bewegung zu tun hatte. Auf die Idee, das Radfahren intensiver zu betreiben und Radrennen zu fahren, kam ich jedoch erst relativ spät. Ich wurde Vereinsmitglied des RSC-Prüum, bei dem ich 2001 meine erste Lizenz löste. In der Juniorenklasse begann ich das Training systematischer anzugehen und kam schnell in den Landeskader von Rheinland-Pfalz, wo ich 2003 meinen Trainer Christian Swietlik kennen lernte, mit dem ich bis heute zuammenarbeite.
Mit dem Aufstieg in die U23-Klasse verließ ich den RSC Prüm und wechselte ins pfälzische Bundesliga-Team Optik Delker.
Diese Saison verlief leider nur sehr mittelmäßig für mich.

Es kam ein Kontakt zu der französischen Amateur-Mannschaft SC Sarreguemines zustande und ich entschloss mich, nach Frankreich zu wechseln, um mich sportlich und menschlich weiterzuentwickeln.

Leider zerstörte ein schwerer Sturz alle Hoffnungen und Ziele für das Jahr 2005. Bei einem kleinen Rennen in Nancy zog ich mir schwere Verletzungen zu.

Im nächsten Jahr gelang mir der Durchbruch. Im Juli gewann ich die Trophee des Champions und eine Woche später sicherte ich mir den Gesamtsieg bei der Tour d'Alsace. Daraufhin kontaktierte ich mehrere Profi-Mannschaften.

Das Team Gerolsteiner gab mir zur großen Überraschung vieler, die mich nicht kannten, die Gelegenheit, mich bei mehreren Rennen als Testfahrer (stagiaire) zu beweisen. Ich nutzte meine Chance und bekam kurz darauf ein Vertragsangebot von Hans-Michael Holczer.

In den zwei Jahren dort konnte ich mich sehr gut entwickeln. Die beiden Highlights waren sicherlich, die beiden großen Landesrundfahrten Vuelta a Espana und Giro d'Italia als jeweils bester Deutscher der Gesamtwertung beenden zu können.

Trotz der Auflösung des Teams und dem schlimmen Ende durch zwei positive
Dopingfälle meiner ehemaligen Teamkollegen bin ich stolz, zwei Jahre lang
Teil dieser tollen Mannschaft gewesen zu sein, deren Ruf zu Unrecht durch
zwei skrupellose Menschen stark beschädigt wurde.

In meiner dritten Profisaison fahre ich nun für ein neues Team: das Team
Milram. In dem fast ausschließlich deutschen Team, fühle ich mich sehr wohl und
will meine Fähigkeiten bestmöglich einbringen.

 
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