Johannes Froehlinger
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Attacke

eingetragen am: 19.07.10
Die Chance auf einen Etappensieg durch einen Ausreißversuch haben heute viele Fahrer und so gut wie alle Teamchefs gewittert.
 

Erst kurz vor der Verpflegung in der Mitte des Rennens hat die Gruppe gestanden. Wir hatten, glaube ich, bis dahin so ungefähr einen 47er Schnitt, wobei das Gelände sehr wellig war und nie mal eine Mannschaft gleichmäßig ein hohes Tempo gefahren ist. Es ging einfach eine Attacke nach der nächsten. Ich habe alles gegeben und bin mitgesprungen, so oft ich konnte. Es hat leider nicht funktioniert. Dafür war dann aber Luke Roberts von uns mit dabei. Er war vielleicht nicht unbedingt unser Wunschkandidat für die Gruppe, da der letzte Berg sehr schwer war. Allerdings ist er ein super Rennen gefahren und hat mit dem fünften Platz ein schönes Ergebnis erzielt.
Nach den ersten zwei Rennstunden war ich ziemlich platt und gar nicht dazu gekommen, etwas zu essen. So habe ich den Rest der Etappe versucht, so gut wie möglich Kraft zu sparen. Tatsächlich geht die Tour jetzt auf einmal doch schnell zu Ende.
Daran dass ich das heute geschrieben habe, sollte man mich während der morgigen Etappe nicht mehr erinnern. Wir fahren einmal quer durch die Pyrenäen über alle historischen Berge der Tour die France, die teiweise vor 100 Jahren das erste Mal gefahren wurden. Wie die Rennfahrer das damals mit dem Material und den Straßenverhältnissen gemacht haben, ist selbst für mich kaum nachvollziehbar.
Der Sport hat sich so unglaublich verändert. Nur leichter ist er nicht geworden.

Bis morgen

Johannes


Kategorie: Blog, Etappenrennen, Tour de France

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