So gehen wir nur noch zu siebt in die zweite Woche, was mir sehr leid tut für Roger.
Von meinem Sturz habe ich mich am Ruhetag ganz gut erholt. Ich hatte heute schon wieder wesentlich weniger Beschwerden an der Schulter.
Es war ein langer, schwerer Tag durch die Alpen. Eigentlich wollte ich heute nicht unbedingt in die Ausreißergruppe, aber ich habe einfach am ersten Hügel mit attackiert und war dabei.
Die Etappe war aber zu schwer für mich und vor allem die Ausreißergruppe mit zu starken Fahrern besetzt. Da wir auch nie einen besonders großen Vorsprung hatten, war mir die ganze Zeit klar, dass ich wohl nicht besonders viel erreichen kann.
Am letzten Berg, dem Col de la Madeleine musste ich abreißen lassen. Nachdem die Gruppe der Favoriten mich überholt hatte, wollte dieser Berg einfach nicht mehr aufhören und ich war froh endlich im Ziel zu sein, nach knapp 6 Stunden.
Vielleicht hatte ich auch gar nicht unbedingt einen besonders guten Tag. Dennoch war es sicher gut, mich und unser Trikot so lange wie möglich an der Spitze des Rennens zu präsentieren.
Sicherlich werde ich es auch in den nächsten Tagen wieder probieren und eventuell mehr Erfolg haben.
Mal sehen, wie die Beine morgen sind. Die Etappe war für alle Fahrer schwer, aber am französischen Nationalfeiertag erwartet uns auf jeden Fall ein spannendes und schnelles Rennen.
Bis dann
Euer
Johannes