Uns ist ein sehr guter Saison-Auftakt gelungen. Bei allen Rennen der Mallorca-Challenge haben wir vorne mitgemischt und unsere Leistungen wurden durch Linus Sieg bei der Trofeo Inca am dritten Tag gekrönt.
Wie geplant war ich bei allen Rennen am Start, abgesehen vom Rundstreckenrennen zum traditionellen Auftakt der Challenge.
Wir haben als Mannschaft sehr gut funktioniert. Besonders am dritten Tag konnten wir unsere besprochene Taktik perfekt umsetzen. Viele von Euch kennen bestimmt den Col de Soller. Bei katastrophalem Wetter haben wir dort in den engen Kurven das Feld auseinander gefahren und Linus Sieg mit der gesamten Mannschaft vorbereitet.
Mit meinen eigenen Leistungen bei der Mallorca-Challenge bin ich auch zufrieden. Das viele Training im Winter hat jetzt schon gut angeschlagen. So konnte ich bei Linus Sieg mit einem zehnten Platz auch bereits eine erste Platzierung einfahren.
Allerdings haben die ersten Renntage ganz schön Körner gekostet.Das lag nicht nur an unserer engagierten und offensiven Fahrweise, sondern auch an den klimatischen Bedingungen. Von all dem muss ich mich erst einmal gut erholen und gesund bleiben.
Der strenge Winter ist nicht nur in Deutschland zu spüren. Am dritten und vierten Tag mussten wir jeweils einmal über den höchsten Berg der Insel, den Puig Major fahren. Beim ersten Mal regnete es in Strömen und hinter dem Tunnel auf der Passhöhe erwarteten uns Hagel und Stürmböen bei 4°C. Es war nahezu unmöglich, eine Jacke vor der Abfahrt anzuziehen.
Am nächsten Tag war es zwar von oben trocken, aber in der Nacht hatte es kräftig geschneit und die Straßen mussten für das Rennen frei geräumt werden.
Jetzt hoffe ich, dass es bei meinem nächsten Einsatz etwas mildere Temperaturen hat. Schließlich findet die Andalusien-Rundfahrt ganz im Süden Spaniens statt.
Bis dann
Euer Johannes