Der Giro di Lombardia ist eines der schönsten Eintagesrennen in unserem Kalender. Nach der WM wollte ich die Form also bis zum Saisonabschluss zu halten versuchen. Dies ist mir auch einigermaßen gelungen, aber nach 220km konnte ich am vorletzten Anstieg des Klassikers nicht mehr mithalten.
Über den Saisonverlauf meines Teams wurde in der letzten Zeit viel geschrieben und gesprochen. Sicherlich sind wir mit größeren Ambitionen in das Jahr gegangen und konnten diese Erwartungen einfach nicht erfüllen. Die Mannschaft hat mehr Potential und das müssen wir nächstes Jahr zeigen.
Mit meiner persönlichen Leistung bin ich dagegen zufrieden. Nach drei Jahren als Berufsradfahrer, sehe ich eine kontinuierliche Entwicklung bei mir. In der letzten Saison habe ich deutlich mehr eigene Ergebnisse eingefahren. Das ist jedoch mit einem leichteren Rennprogramm zu erklären. Auch war ich die ganze Saison auf einem gewissen Niveau. Von der Mallorca Challenge bis zur Lombardei-Rundfahrt gab es kaum Tiefen.
Die erste Teilnahme bei der Tour de France war das absolute Highlight. Schließlich war ich nicht nur einfach dabei, sondern auch in guter Verfassung und konnte auf der Etappe nach Andorra um den Sieg kämpfen.
Für das große Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen während des ganzen Jahres möchte ich mich bedanken.
Ich hoffe, Ihr hattet auch Euren Spaß an der Radsportsaison und findet meine Homepage weiterhin interessant.
Nach der Saison ist vor der Saison. Die Gedanken sind bereits im Jahr 2010 und die Planungen haben auch bei mir schon begonnen. Jetzt will ich mich aber trotzdem erstmal von der langen Saison 2009 erholen. Mir ist es wichtig auch mal komplett ab zu schalten und alles hinter sich zu lassen. Auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist.
Bis zum Jahresende werde ich mich wieder melden
Euer Johannes