
Ein echter Gerolsteiner! - Kein PR-Gag. Tatsache.
Meine Eltern stammen beide aus Trier. Aus beruflichen Gründen ließen sie sich in der Eifel nieder. Und so kam es dann, dass ich an einem Sonntagmorgen im Juni 1985 als echter Gerolsteiner das Licht der Welt erblickte. Nach einigen Ortswechseln zogen wir in ein sehr kleines Dorf namens Seiwerath im Herzen der Eifel. Nach dem Besuch des Kindergartens im Nachbarort Schönecken wurde ich 1993 in die Grundschule Schönecken eingeschult. 1996 wechselte ich zum Regino-Gymnasium Prüm und erarbeitete mir dort bis 2005 mein Abitur.
Zwar weiß ich den Charakter der Eifel zu schätzen und ich fühle mich auch heute noch dort zu Hause, dennoch beschloss ich damals, diese Gegend zu verlassen. Mittlerweile hatte ich mich dazu entschieden, den Radsport ernsthafter anzugehen und suchte nach besseren Rahmenbedingungen. Zunächst zog ich nach Kaiserslautern, um meinen Zivildienst zu leisten. Die Stadtverwaltung Kaiserslautern bot mir eine Stelle im Referat Umweltschutz an. Hier musste ich nur wenige Stunden arbeiten und konnte mich so voll auf den Sport konzentrieren. In dieser Zeit wohnte ich mit meinem Trainer Christian Swietlik zusammen, der mich seit 2003 kontinuierlich betreut.
Meinen sportlichen Durchbruch schaffte ich im französischen Grenzstädtchen Sarreguemines. Gerne erinnere ich mich zurück an die vielen kleinen, oft chaotischen Episoden und vor allem an die immer gute und lustige Stimmung zwischen mir und meinem Vermieter und sportlichen Leiter, Marc Wendling.
Nachdem ich einen Zweijahresvertrag vom Team Gerolsteiner unterschrieben hatte, zerschlugen sich meine Pläne, mit einem Studium zu beginnen. Meine Freundin und ich entschieden, in eine gemeinsame Wohnung nach Freiburg im Breisgau zu ziehen. Seit dem Jahresende 2006 wohnen wir dort und fühlen uns sehr wohl.
Das milde Klima und die Nähe zum Schwarzwald und den Vogesen machen die Region für mich zu einem der besten Trainingsgebiete für Radfahrer in Deutschland.
Dies ist auch ein Grund dafür, warum ich nur selten alleine trainiere.
Einige Radfahrer sind hier ansässig, u.a. ein paar ehemalige und auch noch aktuelle Teamkollegen.
Alles zusammen gute Argumente erst einmal hier zu bleiben.
