Johannes Froehlinger
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Rund um den Henninger Turm

eingetragen am: 01. Mai 2008

Große Offensive im Taunus Leider gibt es ja nicht so viele Rennen in Deutschland und unsere Auftritte vor eigenem Publikum sind nur begrenzt. Daher war ich sehr froh, bei dem deutschen Klassiker mit von der Partie zu sein.
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Am Anfang lief alles noch harmonisch

eingetragen am: 10. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 1. Etappe

Endlich ging der Giro heute los. Da wir als eine der letzten Mannschaften beim Teamzeitfahren an den Start mussten, sind wir noch lange im Hotel geblieben. Es blieb genug Zeit, um am Vormittag nochmal eine Stunde die Beine locker zu fahren und in Ruhe zu Mittag zu essen. Erst danach sind wir nach Palermo reingefahren und haben die Strecke mit dem Rad besichtigt.
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Ich merke, dass die Form stimmt

eingetragen am: 11. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 2. Etappe

Die heutige Etappe war richtig eklig zu fahren. Wir waren zwar nicht besonders schnell unterwegs, aber mit knapp 4000 Höhenmetern war das heute auch wahrlich keine flache Etappe. Zudem war es sehr hektisch, was auch zu einigen Stürzen führte.
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Transfer mit der Fähre - Die Fahrer sind sauer

eingetragen am: 12. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 3. Etappe

Der heutige Tag war sehr chaotisch. Nach dem Etappenstart am Fuße des Ätnas gab es immer wieder Regenphasen, in der es zu zahlreichen Stürzen kam. Von unserem Team war Andrea Moletta betroffen. Seit seinem schweren Sturz bei Mailand-San Remo im letzten Jahr, wo er sich das Bein gebrochen hat, ist er immer etwas ängstlich, wenn es zu regnen beginnt. Der heutige Sturz hat ihn da mental sicherlich wieder etwas zurückgeworfen. Da müssen wir jetzt etwas Aufbauarbeit leisten.
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Fühle mich als Rennfahrer respektlos behandelt

eingetragen am: 13. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 4. Etappe

Zunächst muss ich nochmals über die Organisation hier berichten. Ich fühle mich als Rennfahrer einfach respektlos behandelt. Es wurde uns erzählt, dass gestern unsere Fähre von Sizilien auf das Festland um 18:30 Uhr gehen sollte und 1:20 Stunde braucht. Losgefahren sind wir schließlich erst um 19:30 Uhr und die Überfahrt dauerte 2:30 Stunden. So waren wir erst um 22:30 Uhr im Hotel. Erst dort bekamen wir etwas Vernünftiges zu essen und das nach einer Etappe von 220km.
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Jetzt habe ich Blut geleckt

eingetragen am: 14. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 5. Etappe

Unsere Taktik für die heutige Etappe war klar. Für das schwere Finale war wir wieder Davide Rebellin unser Mann. Es war jedoch auch der erste Tag, wo es Sinn gemacht hat, in eine Ausreißergruppe zu gehen. Man wusste nämlich nicht, ob sich eine Mannschaft findet, die konsequent hinter herfährt.
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Das war eine ganz schöne Schlacht

eingetragen am: 15. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 6. Etappe

Über die Verkürzung der 6. Etappe von 265km auf 231km haben wir uns natürlich alle gefreut. Erst recht, weil die ersten 90km wahnsinnig schnell waren. Unsere erfolgreiche Flucht von gestern hat alle motiviert. Das war eine ganz schöne Schlacht heute.
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Den ganzen Tag nur hoch und runter

eingetragen am: 16. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 7. Etappe

Wie erwartet wurde es heute eine interessante und schwierige Etappe. Wir wollten uns anfangs eher defensiv verhalten und auf den Schlussanstieg warten. Deshalb waren wir in der riesigen Spitzengruppe nur mit Volker Ordowski vertreten. Den ganzen Tag ging es hoch und runter, und das mit richtig Druck auf dem Pedal.
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Ein Überraschungsmoment der Giro-Organisation

eingetragen am: 17. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 8. Etappe

Wir sind auf der heutigen Etappe zwar aufmerksam gefahren, aber in der Ausreißergruppe waren wir diesmal nicht dabei. Quick-Step hat schnell gezeigt, dass sie die Gruppe des Tages nicht weit weg lässt. Wir haben uns mit der Tempoarbeit im Feld bis zum absoluten Finale zurückgehalten. Quick-Step hatte schließlich das Führungstrikot und mit Bettini einen absoluten Favoriten auf den Etappensieg.
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Vor dem Ruhetag "Piano" und "Regulare"

eingetragen am: 18. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 9. Etappe

Die letzten Tage war ja immer richtig Radrennen. Viele Fahrer sind müde. Das hat man am Sonntag am Start gemerkt. Schon in der Neutralisation haben die Italiener "Piano" und "Regulare" gerufen. Das Feld wollte keinen stressigen Tag, weshalb nur zwei Fahrer attackierten. Sonst hat niemand gezuckt.
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Der große Waschtag

eingetragen am: 19. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 1. Ruhetag

Der Tag verging irgendwie unheimlich schnell, obwohl es nichts zu tun gab. Durch den Rhythmus der letzten Tage konnte ich nicht länger als bis acht Uhr im Bett liegen bleiben. Einige Teamkollegen dagegen haben länger ausgeschlafen.
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Ich habe nicht alles gegeben

eingetragen am: 20. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 10. Etappe

Das Zeitfahren habe ich heute nicht besonders ernst genommen. Es wäre vielleicht interessant gewesen, zu sehen, wozu ich auf dem anspruchsvollen Kurs fähig gewesen wäre. Da die morgige Etappe aber sehr schwer ist und ich dort gut fahren möchte, habe ich heute nicht alles gegeben. Auch wenn so ein Zeitfahren nur eine Stunde dauert, kann man sich da unheimlich auspowern. So war der Tag aber ziemlich entspannt.
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Regen, Kälte und kaum ein flacher Kilometer

eingetragen am: 21. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 11. Etappe

Das war ein sehr, sehr chaotischer und schwerer Tag heute. Auf den ersten 150km hat es fast die ganze Zeit geregnet. Die Straßen waren unheimlich glatt und es gab permanent Stürze. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass fast jedes dritte Trikot kaputtgestürzt war. Bisher hatte ich die ganze Rundfahrt noch keinen Kontakt mit dem Asphalt. Ich will es nicht beschreien.
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Kuchen-Pause mitten im Rennen

eingetragen am: 22. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 12. Etappe

Allen war heute klar, dass die Teams mit den guten Sprintern das Feld zusammen halten wollten. Die Sprinter haben sich nicht umsonst bis zum heutigen Tag gequält. Heute und auch morgen sind ihre großen Chancen. So gibt es nichts Spannendes vom Rennverlauf zu berichten.
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Bei uns lief nicht viel zusammen

eingetragen am: 23. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 13. Etappe

Der Tag lief heute ähnlich ab wie gestern. Komplett flach und eine klare Angelegenheit für Sprinter. Wie am Vortag wurde auch diesmal wieder die Zeit für die Gesamtwertung drei Kilometer vor dem Ziel genommen. Das finde ich eine sehr sinnvolle Regelung. Die Klassementfahrer können sich auf den letzten drei Kilometern raushalten. So kämpfen weniger Fahrer um die Positionen und die Gefahr von Stürzen wird reduziert.
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Rettungsanker für den Schlussanstieg

eingetragen am: 24. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 14. Etappe

Langsam wird es leer bei uns am Essenstisch. Nachdem Frösi und Davide heute nicht mehr gestartet sind, musste auch Oscar Gatto im Verlaufe der Etappe den Giro verlassen. Zu viert wird die letzte Woche für uns sicher nicht einfacher.
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Am Passo di Giau platzten mir die Beine

eingetragen am: 25. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 15. Etappe

Letzte Nacht haben Thommy (Fothen) und ich in einem zu kalten Zimmer richtig gefroren. Prompt bin ich auch mit Halsschmerzen aufgewacht. Auf der Etappe ging es mir aber zunächst sehr gut.
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Ich habe voll durchgezogen

eingetragen am: 26. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 16. Etappe

Heute Morgen habe ich mich gefühlt, wie vom Panzer überrollt. Den ganzen Vormittag lag ich nur im Bett. Beim Warmfahren auf der Rolle fühlte ich mich auch noch total erschlagen.
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Fühle mich nach wie vor angeschlagen

eingetragen am: 27. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 2. Ruhetag

Heute sind die Temperaturen sprungartig auf über 30°C angestiegen. Wir sind vormittags noch in Süd-Tirol geblieben. Kraussi und ich haben uns eine Stunde auf das Rad gesetzt und eine kleine Runde durch das Antholzertal gedreht. Die frische Luft und die Bewegung hat wirklich gut getan.
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Ich hatte richtig zu kämpfen

eingetragen am: 28. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 17. Etappe

Ausgerechnet heute, wo wir mal hätten richtig lange schlafen können, wurden wir von der UCI geweckt: Blutkontrolle. So hat sich die Zeit bis zum Start extrem lange hingezogen. Zu zweit in unserem riesigen Bus am Start zu sein, ist ein total komisches Gefühl. Wir haben uns dort auch nicht lange aufgehalten und sind direkt ins Villagio gefahren.
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Bei diesem Giro bekommt man nichts geschenkt

eingetragen am: 29. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 18. Etappe

Das war heute eine richtige Schweineetappe. Das einzig gute war, dass es auch mit Regen noch relativ warm war. Auf dem extrem schweren WM-Kurs von 2009 in Mendrisio ging die Ausreißergruppe. Ich war auch im richtigen Moment vorne und wollte dabei sein. Jeder wusste, dass Voigt und Bettini auf jeden Fall die Fahrer sind, die wegfahren. Die entscheidende Attacke konnte ich aber dann einfach nicht mitgehen.
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Es herrschte absolutes Weltuntergangs-Wetter

eingetragen am: 30. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 19. Etappe

Heute in der richtigen Gruppe zu sitzen, war nicht so einfach. Jeder hat es noch mal probiert. Es hat sich ja auch ausgezahlt, wie der Sieg von Kyrienka gezeigt hat. Auf jeden Fall sind wir dadurch in der ersten Stunde einen 51er Schnitt gefahren, bis die Gruppe endlich stand.
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Bester Deutscher beim Giro - eine schöne Sache!

eingetragen am: 31. Mai 2008
Von:Giro d'Italia: 20. Etappe

Die heutige Bergetappe war noch einmal extrem schwer. Die Fahrer hatten wohl alle großen Respekt vor der Etappe. Vielleicht war es aber auch einfach nur auf die Müdigkeit zurückzuführen, dass auf den ersten 70 Kilometern richtig piano, ganz ohne Attacken gefahren wurde. Das Rennen begann eigentlich erst am Gavia.
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